DIE BASKETS HOLEN DEN POTT

„Fünf, vier, drei, zwei, eins – gewonnen!“ Nachdem die Zuschauer auf den Rängen der Inselpark-Arena die letzten Sekunden runtergezählt haben, gibt es kein Halten mehr. Alle acht Spieler*innen der Burgweide Baskets I laufen schreiend durch die riesige Halle, in der sonst die Profis der Hamburg Towers auf die Körbe werfen: „Gewonnen, Sieg, wir sind Hamburger Meister“, rufen sie sich und ihren Eltern zu. Ein paar Minuten später stehen sie auf dem Siegerpodest und bekommen den Goldpokal überreicht. Überglückliche Kinderaugen strahlen in die Kameras der Fotografen. Was für ein überragender Sieg! Das Team trainiert zwar erst seit etwas mehr als einem Jahr zusammen, konnte aber bereits in regelmäßigen Spielen gegen Teams aus der Schule Fährstraße und Elbinselschule beweisen, dass es zu den besten in Wilhelmsburg gehört. Nun also das große Finale gegen Mannschaften aus 18 Hamburger Grundschulen. Keine leichte Aufgabe, denn auch in Harburg, Eimsbüttel und Langenhorn wird in den Turnhallen engagiert Basketball gespielt.
Spätestens seit dem Gewinn des Weltmeistertitels 2023 durch die deutsche Basketball-Nationalmannschaft boomt der Sport auch an den Schulen. Viele Zweit- bis Viertklässler*innen eifern Idolen aus den amerikanischen Profiliga NBA nach. Ob Steph Curry oder LeBron James – Kindertrikots mit diesen Namenszügen sind inzwischen fast so beliebt wie die von Messi und Ronaldo. Kein Zweifel: Basketball ist angesagt. Ganz besonders in Wilhelmsburg, der Heimat der Hamburg Towers, die in der 1. Bundesliga und sogar im EuroCup mit spektakulären Spielen begeistern.
Kein Wunder also, dass der Teamsport auch an den Schulen zunehmend Anhänger findet. Bei den Burgweide Baskets trainieren regelmäßig bis zu 20 Kinder freitags ab 15 Uhr in der Turnhalle. Neben dem Siegerteam hatte die Burgweide sogar noch eine zweite Basketballtruppe ins Finale geschickt. „Alle die spielen wollen, sollen die Chance haben, das auch unter Wettbewerbsbedingungen erleben zu dürfen“, so das Credo des Trainerteams. Das B-Team kämpfte ebenfalls leidenschaftlich um jeden Meter, warf mutig auf den Korb und zeigte trotz mehrerer Niederlagen großen Sportsgeist. Auch Verlieren können will gelernt werden und befeuert den Ehrgeiz, besser zu werden. Beeindruckend war dabei vor allem, wie sich die beiden Burgweide-Teams gegenseitig unterstützen. „Die halten zusammen“, brachte ein Schiedsrichter den Burgweide-Teamspirit auf den Punkt.
Nach dem Sieg ist vor dem nächsten Spiel: Schüler*innen, die jetzt Lust bekommen haben, es selbst einmal mit dem Basketball zu versuchen, können sich gerne bei der Ganztags-AG für eine Kursteilnahme bewerben. Neben der Grundschulliga besteht für Kinder der 5. und 6. Klassen auch die Möglichkeit, in der Junior-NBA zum sportlichen Wettkampf anzutreten. Kontakt: Simone Wolf!







