Schüler*innenzeitungspreise: Hamburg – Berlin
HAMBURG
Wir haben unsere Schüler*innenzeitung beim Hamburger Schüler*innenzeitung-Wettbewerb eingereicht. Nach einiger Zeit kam die Antwort: Wir hatten eine Einladung zu einer Preisverleihung bekommen. Am Mittwoch, 3.6.2026 um 16:00 Uhr ging es los. Also fuhren wir dort hin. Leider konnten nur drei Schüler*innen und zwei Lehrer von uns mitkommen.
Die Preisverleihung fand in der Jugendmusikschule im Miralles-Saal statt. Als wir dort ankamen, hat die Band Ten Past Eight schon gespielt. Nach einiger Zeit hörten sie auf zu spielen, und der Journalist und Moderator Martin Verg kam auf die Bühne. Er teilte uns den Ablauf mit.
Es gab drei Kategorien: Grundschule, Stadtteilschule und Gymnasium. Danach holte er Thomas Bressau auf die Bühne. Der kümmert sich bei der Behörde um Wettbewerbe. Sie haben lange geredet und dann ging es los.

„In der Kategorie Grundschule ist auf dem dritten Platz: Die Schülerzeitung Burgnews!“, rief Martin Verg. Wir sind auf die Bühne gegangen und haben unsere Urkunde und unseren 100 Euro Gutschein in Empfang genommen. Das war ein tolles Gefühl. In unserer Kategorie hat die Schülerzeitung Ree Kids gewonnen.
Dann hat der Autor Viktor Hacker uns einen Artikel übers Kopftuchtragen vorgelesen. Danach folgten die anderen Schulen. Wir fanden einen Artikel in der Schülerzeitung Allee you can read richtig gut. Darin ging es um unnötige Zeitformen im Englischen. „Ich brauche eine Zeitform, wenn ich gestern einen Flug gebucht habe, eine andere wenn ich gestern zehn Minuten einen Flug gebucht habe und wieder eine andere, wenn ich gestern einen Flug gebucht habe und heute fliege!“, las Viktor Hacker.

BERLIN
Zwölf Tage später ging es für uns nach Berlin. Wir waren eingeladen zur Schüler*innen-Zeitungs-Preis-Verleihung des Bundes im Bundesrat. Unter 600 Einsendungen wurden 33 Preise verliehen und wir waren dabei. Mehr als 300 Schüler*innen und Lehrer*innen waren aus ganz Deutschland nach Berlin gekommen. Sie hatten alle Preise für ihre Schüler*innen-Zeitung gewonnen. Von Grundschule bis Berufsschule waren die Kategorien, mehr als in Hamburg.
Am ersten Tag waren wir bei Rittersport, Schokolade probieren, und dann zum Empfang unter den Linden beim Brandenburger Tor.
Als der zweite Tag begann, haben wir Workshops und Ausflüge gemacht. Wir waren im Museum für Naturkunde, das war cool. Wir wurden immer begleitet von ehrenamtlichen Helfer*innen der Jugendpresse. Einige waren sogar aus Süddeutschland viele Stunden angereist, um zu helfen.

Am dritten Tag war die Preisverleihung im Bundesrat. Hier kommt die Laudatio (Lobrede) der Jury zur Burgnews. Die Rede hat eine der drei Chef-Redakteurinnen der taz gehalten, Frau Ulrike Winkelmann:
In der Kategorie „Grundschulen“ hat die Schülerzeitung Burgnews aus Hamburg den 3. Preis für die Schulart gewonnen.
Ein alter Eiswagen rostet auf einer Wiese vor sich hin, Birken wachsen unter ihr hervor. Dieses ganzseitige Foto leitet die Reportage „Schönes Feldes Geheimnis ein“, in der Mitte der Schülerzeitung Burgnews aus Hamburg. […] Leserinnen und Leser haben, wie nebenbei, viele lebensnahe Details vom Schönen Felde erfahren.
Es ist diese Lebensnähe […] womit diese Schülerzeitung im großformatigen Layout kurzweilig füllt. Dabei tritt die Chronik des Schuljahres wohltuend in den Hintergrund. Leitthemen sind Demokratie und Kultur. Die jungen Reporter und Reporterinnen gehen aus ihrer Schule heraus und erforschen ihren Stadtteil, sie scheuen nicht vor sensiblen Themen zurück, über die sie sehr reflektiert nachdenken: zwei Schülerinnen aus Afghanistan stellen sich vor, der Artikel erscheint nach längerer Diskussion, die Autor*innen werden nicht genannt, man will sie schützen. Man legt die Zeitung ungern wieder aus der Hand, so schön ist das haptische, optische und auch das Lesevergnügen. Viele Textsorten, viel Engagement, viel Abwechslung und Kreativität.
Ein würdiger Preisträger.
Hier geht es zur Homepage des Bundesrates mit einem Bericht und Film über die Preisverleihung. Danach haben wir noch den Bundestag besichtigt. Die drei Tage haben sich angefühlt wie eine Woche. Es war anstrengend und toll.
Laila, Amelie und Dilay

